Messinglote für Stahlrohrrahmen und verzinkte Stahlrohre
Messinglote sind eine wirtschaftliche Lösung für belastbare Hartlötverbindungen. Die auf dieser Seite aufgeführten Legierungen eignen sich insbesondere zum Löten von Stahlrohrrahmen und verzinkten Stahlrohren. Je nach Werkstoffkombination und Prozess kommen Messinghartlote außerdem für Stahl, Kupfer, Messing, Gusseisen und Bronze infrage. Armin Hain Löttechnik unterstützt Sie bei der Auswahl des passenden Lots, des Flussmittels und der Lieferform.

Messinglote im Überblick – Eigenschaften und Einsatzbereiche
Messinglote sind Hartlote auf Basis von Kupfer und Zink. Je nach Legierung können weitere Elemente wie Nickel, Silizium oder Zinn enthalten sein. Sie beeinflussen unter anderem Fließverhalten, Benetzung, Festigkeit und Temperaturbereich des Lots. Beim Hartlöten schmilzt das Lot auf und füllt den vorbereiteten Lötspalt durch Kapillarwirkung. Die Grundwerkstoffe selbst werden dabei nicht aufgeschmolzen.
Messinglote kommen häufig zum Einsatz, wenn Stahl, Kupferwerkstoffe oder unterschiedliche metallische Werkstoffe dauerhaft verbunden werden sollen. Typische Anwendungen sind Stahlkonstruktionen, Stahlrohrrahmen, verzinkte Stahlrohre, Rohrverbindungen sowie Bauteile im Maschinen- und Anlagenbau. Je nach Legierung können auch Verbindungen an Messing, Gusseisen und Bronze in Betracht kommen.
Ob ein Messinglot für Ihre Anwendung geeignet ist, entscheidet sich nicht allein am Werkstoff. Relevant sind insbesondere die Werkstoffkombination, der Lötspalt, die Bauteilgeometrie, das Erwärmungsverfahren und die Anforderungen an die fertige Verbindung. Eine technische Prüfung dieser Parameter ist deshalb sinnvoll, bevor eine Legierung für Einzelteile oder eine Serienfertigung ausgewählt wird.
Vorteile von Messingloten – wirtschaftlich und belastbar
Messinglote sind besonders dann interessant, wenn eine robuste Hartlötverbindung zu wirtschaftlich vertretbaren Prozesskosten gesucht wird. Gegenüber silberhaltigen Hartloten können sie bei geeigneten Anwendungen eine kostensensible Alternative sein. Das gilt vor allem für wiederkehrende Fertigungsaufgaben, Stahlkonstruktionen, Rohrverbindungen und größere Stückzahlen, bei denen der Lotverbrauch und die Prozesskosten in die Gesamtkalkulation einfließen.
Für die praktische Auswahl sind vor allem diese Punkte entscheidend:
- Robuste Hartlötverbindungen: Bei passender Werkstoffkombination und Prozessführung ermöglichen Messinghartlote dauerhafte Verbindungen für industrielle Bauteile.
- Breites Anwendungsspektrum: Je nach Legierung kommen sie für Stahl, Kupfer, Messing, Gusseisen und Bronze infrage.
- Wirtschaftliche Prozessauslegung: Messinglote können eine sinnvolle Option sein, wenn ein höherer Temperaturbereich für Bauteil und Fertigung zulässig ist.
- Abgestimmte technische Lösung: Lot, Flussmittel, Lötspalt, Löttemperatur und Lieferform müssen gemeinsam betrachtet werden.
Armin Hain Löttechnik unterstützt Sie bei dieser Auswahl mit technischen Datenblättern, anwendungstechnischer Beratung und weiteren Legierungen auf Anfrage. Wenn der Lötprozess nicht im eigenen Betrieb umgesetzt werden soll, stehen je nach Bauteil und Aufgabenstellung auch Flammlöten, Induktionslöten und Lohnfertigung zur Verfügung.
Messinglot beim Hartlöten – so wird es eingesetzt
Beim Messinglot-Hartlöten werden die zu fügenden Bauteile zunächst sauber, fettfrei und metallisch ausreichend aktiv vorbereitet. Vor dem Löten wird das passende Flussmittel auf die vorbereiteten Fügeflächen beziehungsweise in den Lötbereich aufgetragen. Anschließend wird das passende Messinglot in den Lötspalt eingebracht und die Fügestelle gleichmäßig erwärmt. Sobald das Lot seinen Schmelzbereich erreicht, benetzt es die Fügeflächen und wird durch die Kapillarwirkung in den Spalt gezogen. Die Wärmeführung muss so ausgelegt sein, dass beide Grundwerkstoffe ausreichend erwärmt werden, ohne das Bauteil oder die Oberfläche unnötig zu belasten.
Geeignete Werkstoffkombinationen können – abhängig von der konkreten Legierung – Stahl, Kupfer, Messing, Gusseisen und Bronze sein. Messinglote kommen beispielsweise bei Stahlrohrrahmen, verzinkten Stahlrohren, Konstruktionen, Rohrverbindungen und industriellen Bauteilen zum Einsatz. Bei verzinkten Werkstoffen ist die Wärmeführung besonders sorgfältig zu planen, da die Zinkschicht durch die Löttemperatur beeinflusst werden kann.
Welches Lot für Messing beim Hartlöten geeignet ist, hängt nicht allein vom Grundwerkstoff Messing ab. Entscheidend sind auch der Gegenwerkstoff, die erforderliche Festigkeit, der Lötspalt, die Einsatztemperatur, das Erwärmungsverfahren und mögliche Medien- oder Korrosionsanforderungen. Für Stahl-Messing- oder Kupfer-Messing-Verbindungen kann ein Messinglot sinnvoll sein. Bei empfindlichen Bauteilen oder einem niedrigeren Temperaturfenster können andere Hartlotgruppen die bessere Wahl sein.
Messinglot-Temperatur und Schmelzbereich
Bei Legierungen wird nicht von einem einzigen Messinglot-Schmelzpunkt, sondern von einem Schmelzbereich gesprochen. Die auf dieser Seite angebotenen Messinghartlote liegen gemäß den technischen Produktangaben in unterschiedlichen Bereichen: AH Ms 60 beziehungsweise Hartlot Cu 670 ist mit etwa 890–900 °C angegeben. AH NS 48 beziehungsweise Hartlot Cu 773 liegt bei etwa 890–920 °C. Für die konkrete Verarbeitung sind immer die Werte des jeweiligen Datenblatts maßgeblich.
Die Messinglot-Temperatur beeinflusst den gesamten Lötprozess. Sie bestimmt unter anderem den erforderlichen Energieeintrag, die Belastung von Bauteilen und Beschichtungen sowie die Auswahl des Erwärmungsverfahrens. Gegenüber vielen Silberhartloten liegen Messinglote häufig in einem höheren Temperaturbereich. Dadurch können sich andere Anforderungen an Brennerleistung, Wärmeführung, Vorrichtung und Oberflächenvorbereitung ergeben.
Für eine sichere Prozessauslegung sollten Schmelzbereich, Arbeitstemperatur und maximal zulässige Bauteiltemperatur getrennt betrachtet werden. Eine übermäßige Erwärmung kann die Grundwerkstoffe, Verzinkungen oder bereits vorhandene Beschichtungen beeinträchtigen.
Das richtige Messinglot mit Flussmittel
Ein passendes Flussmittel unterstützt die Benetzung der Fügeflächen, indem es Oxidschichten löst oder deren Neubildung während des Erwärmens begrenzt. Bei vielen Messinglot-Anwendungen ist ein Hartlotflussmittel erforderlich – insbesondere dann, wenn Stahl, Messing, Bronze, Gusseisen oder andere oxidierende Werkstoffe verbunden werden. Das Flussmittel muss auf Grundwerkstoff, Messinglot und Lötverfahren abgestimmt werden.
Die Auswahl richtet sich unter anderem nach der Werkstoffkombination, der Löttemperatur, der Auftragsart und der späteren Reinigung. Ein Messinglot mit Flussmittel ist daher nicht als beliebige Standardkombination zu verstehen. Entscheidend ist, dass Lot und Flussmittel gemeinsam eine zuverlässige Benetzung und Spaltfüllung ermöglichen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zu Hartlotflussmitteln. Armin Hain Löttechnik unterstützt Sie bei der Auswahl einer passenden Kombination aus Messinglot und Flussmittel für Ihre konkrete Anwendung.
Messinghartlote im Sortiment von Armin Hain
Armin Hain Löttechnik bietet Messinghartlote in AH- und BrazeTec-Qualität an. Auf der Seite finden Sie unter anderem folgende Legierungen mit den zugehörigen technischen Datenblättern:
- AH Ms 60 / Hartlot Cu 670: gemäß Produktangaben DIN EN ISO 17672: Cu 670, DIN EN 1044: CU 303 und DIN 8513: L-CuZn40Sn.
- AH NS 48 / Hartlot Cu 773: gemäß Produktangaben DIN EN ISO 17672: Cu 773, DIN EN 1044: CU 305 und DIN 8513: L-CuNi10Zn42.
Die technischen Datenblätter enthalten die für die Auswahl und Verarbeitung relevanten Angaben zur Legierung, zum Temperaturbereich und zu den geeigneten Grundwerkstoffen. Weitere Legierungen und Lieferformen sind auf Anfrage erhältlich. Für einen direkten Vergleich verschiedener Hartlotgruppen können Sie die Hartlot-Vergleichstabelle nutzen.
Messinglot oder Silberlot – die richtige Wahl treffen
Messinglot und Silberlot erfüllen unterschiedliche Anforderungen. Messinglote können eine wirtschaftliche Option sein, wenn robuste Hartlötverbindungen mit einem kostensensiblen Legierungskonzept gesucht werden. Sie sind insbesondere für geeignete Stahl-, Kupfer- und Kupferlegierungsverbindungen interessant, bei denen ein höherer Temperaturbereich prozessseitig beherrschbar ist.
Silberhartlote werden häufig gewählt, wenn ein niedrigeres Temperaturfenster, sehr gute Benetzung, ein ausgeprägter Kapillarfluss oder eine möglichst geringe Wärmeeinbringung erforderlich sind. Das kann bei empfindlichen Bauteilen, engen Toleranzen oder bestimmten Werkstoffkombinationen relevant sein. Der höhere Materialpreis ist dann gegen Prozesssicherheit, Bauteilschutz und technische Anforderungen abzuwägen.
Messinglot ist häufig sinnvoll, wenn:
- die Wirtschaftlichkeit der Lotlegierung eine wichtige Rolle spielt,
- Stahl, Kupfer, Messing, Gusseisen oder Bronze geeignet gefügt werden sollen,
- robuste industrielle Anwendungen im Vordergrund stehen,
- ein höherer Temperaturbereich für Bauteil und Prozess zulässig ist.
Eine andere Hartlotgruppe kann geeigneter sein, wenn:
- das Bauteil nur eine geringe Wärmeeinbringung verträgt,
- ein niedrigeres Temperaturfenster erforderlich ist,
- sehr enge Lötspalte und besonders gute Kapillarwirkung im Mittelpunkt stehen,
- besondere Korrosions-, Medien- oder Belastungsanforderungen bestehen.
Eine Auswahl sollte immer anhand der technischen Datenblätter und der realen Prozessbedingungen erfolgen. Bei speziellen Anforderungen an Edelstahl können beispielsweise zinkfreie Silberhartlote eine zu prüfende Alternative sein. Die allgemeine Übersicht zu Hartloten finden Sie auf der Hartlote-Hauptseite.
Falsches Messinglot oder Zinnlot verwenden
Messinglöten mit Zinn ist nicht dasselbe wie Hartlöten mit einem Messinghartlot. Ein zinnbasiertes Weichlot kann für bestimmte, niedrig belastete Anwendungen geeignet sein, erreicht aber nicht automatisch die Eigenschaften einer Hartlötverbindung.
Messinglot-Weichlöten und Hartlöten verwechseln
Beim Weichlöten wird unterhalb der Hartlötgrenze gearbeitet. Wenn hohe Festigkeit, Temperaturbeständigkeit oder dauerhafte Belastbarkeit gefordert sind, muss geprüft werden, ob ein Messinghartlot erforderlich ist.
Messinglot-Temperatur nur am Brenner beurteilen
Entscheidend ist die Temperatur der Fügezone und der passende Schmelzbereich des Lots. Eine zu geringe Bauteiltemperatur verhindert Benetzung und Spaltfüllung; eine zu hohe Wärmeeinbringung kann Werkstoffe oder Beschichtungen schädigen.
Flussmittel für Messinglote nicht abstimmen
Ohne geeignetes Flussmittel können Oxide die Benetzung verhindern. Das Flussmittel muss zum Grundwerkstoff, zum Messinglot und zum Prozess passen.
Werkstoffkombination und Lötspalt ignorieren
Auch ein grundsätzlich geeignetes Messinglot funktioniert nicht zuverlässig, wenn Oberflächen, Lötspalt, Wärmeführung oder Vorrichtung nicht zur Anwendung passen.
Beratung zur Auswahl des passenden Messinglots
Die Auswahl eines Messinglots sollte auf den tatsächlichen Anforderungen Ihrer Lötverbindung basieren. Armin Hain Löttechnik unterstützt Sie bei der Bewertung von Werkstoffkombination, Lötspalt, Temperaturfenster, Flussmittel, Lieferform und Fertigungsprozess. Nutzen Sie den Lot-Konfigurator für eine erste Eingrenzung oder kontaktieren Sie Armin Hain direkt mit Ihren technischen Eckdaten.
Wenn Sie Lötprozesse nicht selbst durchführen möchten, kann auch die Lohnfertigung mit Flammlöten oder Induktionslöten eine passende Option sein. So lassen sich neue Anwendungen, Serienumstellungen und anspruchsvolle Bauteilgeometrien gemeinsam technisch bewerten.
Messinglot beim Hartlöten – so wird es eingesetzt
Beim Messinglot-Hartlöten werden die zu fügenden Bauteile zunächst sauber, fettfrei und metallisch ausreichend aktiv vorbereitet. Vor dem Löten wird das passende Flussmittel auf die vorbereiteten Fügeflächen beziehungsweise in den Lötbereich aufgetragen. Anschließend wird das passende Messinglot in den Lötspalt eingebracht und die Fügestelle gleichmäßig erwärmt. Sobald das Lot seinen Schmelzbereich erreicht, benetzt es die Fügeflächen und wird durch die Kapillarwirkung in den Spalt gezogen. Die Wärmeführung muss so ausgelegt sein, dass beide Grundwerkstoffe ausreichend erwärmt werden, ohne das Bauteil oder die Oberfläche unnötig zu belasten.
Geeignete Werkstoffkombinationen können – abhängig von der konkreten Legierung – Stahl, Kupfer, Messing, Gusseisen und Bronze sein. Messinglote kommen beispielsweise bei Stahlrohrrahmen, verzinkten Stahlrohren, Konstruktionen, Rohrverbindungen und industriellen Bauteilen zum Einsatz. Bei verzinkten Werkstoffen ist die Wärmeführung besonders sorgfältig zu planen, da die Zinkschicht durch die Löttemperatur beeinflusst werden kann.
Welches Lot für Messing beim Hartlöten geeignet ist, hängt nicht allein vom Grundwerkstoff Messing ab. Entscheidend sind auch der Gegenwerkstoff, die erforderliche Festigkeit, der Lötspalt, die Einsatztemperatur, das Erwärmungsverfahren und mögliche Medien- oder Korrosionsanforderungen. Für Stahl-Messing- oder Kupfer-Messing-Verbindungen kann ein Messinglot sinnvoll sein. Bei empfindlichen Bauteilen oder einem niedrigeren Temperaturfenster können andere Hartlotgruppen die bessere Wahl sein.
Messinglot-Temperatur und Schmelzbereich
Bei Legierungen wird nicht von einem einzigen Messinglot-Schmelzpunkt, sondern von einem Schmelzbereich gesprochen. Die auf dieser Seite angebotenen Messinghartlote liegen gemäß den technischen Produktangaben in unterschiedlichen Bereichen: AH Ms 60 beziehungsweise Hartlot Cu 670 ist mit etwa 890–900 °C angegeben. AH NS 48 beziehungsweise Hartlot Cu 773 liegt bei etwa 890–920 °C. Für die konkrete Verarbeitung sind immer die Werte des jeweiligen Datenblatts maßgeblich.
Die Messinglot-Temperatur beeinflusst den gesamten Lötprozess. Sie bestimmt unter anderem den erforderlichen Energieeintrag, die Belastung von Bauteilen und Beschichtungen sowie die Auswahl des Erwärmungsverfahrens. Gegenüber vielen Silberhartloten liegen Messinglote häufig in einem höheren Temperaturbereich. Dadurch können sich andere Anforderungen an Brennerleistung, Wärmeführung, Vorrichtung und Oberflächenvorbereitung ergeben.
Für eine sichere Prozessauslegung sollten Schmelzbereich, Arbeitstemperatur und maximal zulässige Bauteiltemperatur getrennt betrachtet werden. Eine übermäßige Erwärmung kann die Grundwerkstoffe, Verzinkungen oder bereits vorhandene Beschichtungen beeinträchtigen.
Das richtige Messinglot mit Flussmittel
Ein passendes Flussmittel unterstützt die Benetzung der Fügeflächen, indem es Oxidschichten löst oder deren Neubildung während des Erwärmens begrenzt. Bei vielen Messinglot-Anwendungen ist ein Hartlotflussmittel erforderlich – insbesondere dann, wenn Stahl, Messing, Bronze, Gusseisen oder andere oxidierende Werkstoffe verbunden werden. Das Flussmittel muss auf Grundwerkstoff, Messinglot und Lötverfahren abgestimmt werden.
Die Auswahl richtet sich unter anderem nach der Werkstoffkombination, der Löttemperatur, der Auftragsart und der späteren Reinigung. Ein Messinglot mit Flussmittel ist daher nicht als beliebige Standardkombination zu verstehen. Entscheidend ist, dass Lot und Flussmittel gemeinsam eine zuverlässige Benetzung und Spaltfüllung ermöglichen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zu Hartlotflussmitteln. Armin Hain Löttechnik unterstützt Sie bei der Auswahl einer passenden Kombination aus Messinglot und Flussmittel für Ihre konkrete Anwendung.
Messinghartlote im Sortiment von Armin Hain
Armin Hain Löttechnik bietet Messinghartlote in AH- und BrazeTec-Qualität an. Auf der Seite finden Sie unter anderem folgende Legierungen mit den zugehörigen technischen Datenblättern:
- AH Ms 60 / Hartlot Cu 670: gemäß Produktangaben DIN EN ISO 17672: Cu 670, DIN EN 1044: CU 303 und DIN 8513: L-CuZn40Sn.
- AH NS 48 / Hartlot Cu 773: gemäß Produktangaben DIN EN ISO 17672: Cu 773, DIN EN 1044: CU 305 und DIN 8513: L-CuNi10Zn42.
Die technischen Datenblätter enthalten die für die Auswahl und Verarbeitung relevanten Angaben zur Legierung, zum Temperaturbereich und zu den geeigneten Grundwerkstoffen. Weitere Legierungen und Lieferformen sind auf Anfrage erhältlich. Für einen direkten Vergleich verschiedener Hartlotgruppen können Sie die Hartlot-Vergleichstabelle nutzen.
Messinglot oder Silberlot – die richtige Wahl treffen
Messinglot und Silberlot erfüllen unterschiedliche Anforderungen. Messinglote können eine wirtschaftliche Option sein, wenn robuste Hartlötverbindungen mit einem kostensensiblen Legierungskonzept gesucht werden. Sie sind insbesondere für geeignete Stahl-, Kupfer- und Kupferlegierungsverbindungen interessant, bei denen ein höherer Temperaturbereich prozessseitig beherrschbar ist.
Silberhartlote werden häufig gewählt, wenn ein niedrigeres Temperaturfenster, sehr gute Benetzung, ein ausgeprägter Kapillarfluss oder eine möglichst geringe Wärmeeinbringung erforderlich sind. Das kann bei empfindlichen Bauteilen, engen Toleranzen oder bestimmten Werkstoffkombinationen relevant sein. Der höhere Materialpreis ist dann gegen Prozesssicherheit, Bauteilschutz und technische Anforderungen abzuwägen.
Messinglot ist häufig sinnvoll, wenn:
- die Wirtschaftlichkeit der Lotlegierung eine wichtige Rolle spielt,
- Stahl, Kupfer, Messing, Gusseisen oder Bronze geeignet gefügt werden sollen,
- robuste industrielle Anwendungen im Vordergrund stehen,
- ein höherer Temperaturbereich für Bauteil und Prozess zulässig ist.
Eine andere Hartlotgruppe kann geeigneter sein, wenn:
- das Bauteil nur eine geringe Wärmeeinbringung verträgt,
- ein niedrigeres Temperaturfenster erforderlich ist,
- sehr enge Lötspalte und besonders gute Kapillarwirkung im Mittelpunkt stehen,
- besondere Korrosions-, Medien- oder Belastungsanforderungen bestehen.
Eine Auswahl sollte immer anhand der technischen Datenblätter und der realen Prozessbedingungen erfolgen. Bei speziellen Anforderungen an Edelstahl können beispielsweise zinkfreie Silberhartlote eine zu prüfende Alternative sein. Die allgemeine Übersicht zu Hartloten finden Sie auf der Hartlote-Hauptseite.
Falsches Messinglot oder Zinnlot verwenden
Messinglöten mit Zinn ist nicht dasselbe wie Hartlöten mit einem Messinghartlot. Ein zinnbasiertes Weichlot kann für bestimmte, niedrig belastete Anwendungen geeignet sein, erreicht aber nicht automatisch die Eigenschaften einer Hartlötverbindung.
Messinglot-Weichlöten und Hartlöten verwechseln
Beim Weichlöten wird unterhalb der Hartlötgrenze gearbeitet. Wenn hohe Festigkeit, Temperaturbeständigkeit oder dauerhafte Belastbarkeit gefordert sind, muss geprüft werden, ob ein Messinghartlot erforderlich ist.
Messinglot-Temperatur nur am Brenner beurteilen
Entscheidend ist die Temperatur der Fügezone und der passende Schmelzbereich des Lots. Eine zu geringe Bauteiltemperatur verhindert Benetzung und Spaltfüllung; eine zu hohe Wärmeeinbringung kann Werkstoffe oder Beschichtungen schädigen.
Flussmittel für Messinglote nicht abstimmen
Ohne geeignetes Flussmittel können Oxide die Benetzung verhindern. Das Flussmittel muss zum Grundwerkstoff, zum Messinglot und zum Prozess passen.
Werkstoffkombination und Lötspalt ignorieren
Auch ein grundsätzlich geeignetes Messinglot funktioniert nicht zuverlässig, wenn Oberflächen, Lötspalt, Wärmeführung oder Vorrichtung nicht zur Anwendung passen.
Beratung zur Auswahl des passenden Messinglots
Die Auswahl eines Messinglots sollte auf den tatsächlichen Anforderungen Ihrer Lötverbindung basieren. Armin Hain Löttechnik unterstützt Sie bei der Bewertung von Werkstoffkombination, Lötspalt, Temperaturfenster, Flussmittel, Lieferform und Fertigungsprozess. Nutzen Sie den Lot-Konfigurator für eine erste Eingrenzung oder kontaktieren Sie Armin Hain direkt mit Ihren technischen Eckdaten.
Wenn Sie Lötprozesse nicht selbst durchführen möchten, kann auch die Lohnfertigung mit Flammlöten oder Induktionslöten eine passende Option sein. So lassen sich neue Anwendungen, Serienumstellungen und anspruchsvolle Bauteilgeometrien gemeinsam technisch bewerten.
Häufige Fragen zu Messingloten
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Messingloten.